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 02.08.2020 +++ RŘckblick auf alte Zeiten - Meisterschaft 1998 und Aufstieg in die Kreisliga A

Für die Saison 1997/1998 hatte man sich beim SV Baisingen einiges vorgenommen. Nach dem unglücklichen Abstieg im Jahr 1993 hatte man 4 mal vergeblich versucht, wieder die höhere Klasse zu erreichen. In der Runde zuvor war man nur knapp und mit viel Pech in der Relegation gescheitert.
Zur neuen Saison hatte man bereits frühzeitig für den Trainerposten einen ganz dicken Fisch verpflichten können, wie damals die Zeitung titulierte. Martin Vees war ein Jahr zuvor mit dem TuS Ergenzingen als Landesligameister der Sprung in die Verbandsliga geglückt und auch in dieser Klasse konnte er sich als Leistungsträger hervortun. Nun aber wollte er etwas kürzer treten und durch gute persönliche Kontakte und glückliche Umstände kam das Engagement beim SVB zustande. Im Schwung der Begeisterung erklärten sich zudem mit Michael Kränzler und Kirsten Mensch auch noch zwei Spieler, die ihre aktive Karriere eigentlich schon abgeschlossen hatten, bereit, noch einmal die Kickschuhe vom berühmten Nagel zu holen.
Furios startete man in die Saison und konnte gleich zum Saisonauftakt mit einem 10:0-Sieg gegen den Mitfavoriten FC Untertalheim eine Duftmarke setzen. Nach einem kampflosen 3:0-Sieg gegen Obertalheim II tat man sich anschließend bei einem knappen 2:1-Sieg in Weitingen zwar etwas schwer, doch danach war man nicht mehr zu bremsen. Es folgten 5 weitere teils deutliche Siege, ehe es dann ausgerechnet bei Gündringen II, wo man im Vorjahr noch mit 8:1 siegreich war, die erste Niederlage kassierte. Es war so ein Spiel wie es sie halt gibt, wenn mal überhaupt nichts zusammenläuft.
Letztendlich konnte man aber dennoch mit 11 Siegen aus 12 Spielen und 33 Punkten souverän die Herbstmeisterschaft einfahren. Ganz wichtig war am vorletzten Spieltag der Hinrunde ein 4:1-Sieg gegen die zu diesem Zeitpunkt noch punktgleichen SF Bierlingen. Eine Woche später folgte dann noch ein deutliches 11:0 gegen die türkische Mannschaft aus Horb.
In der Rückrunde ließ man dann überhaupt nichts mehr anbrennen und fuhr souverän nacheinander die Punkte ein. Innerhalb einer Woche traf man dann auf die beiden schärfsten Verfolger und konnte dann endgültig die Weichen stellen. Am 26. April wurde der spätere Vizemeister SG Rohrdorf/Eckenweiler auf eigenem Platz klar mit 4:0 geschlagen, eine Woche später schickte man den späteren Dritten SG Dettlingen/Bittelbronn mit einem deutlichen 5:1 nach Hause. Nach diesem Sieg hatte man satte13 Punkte Vorsprung und war damit uneinholbar Meister der Kreisliga B. Der Aufstieg wurde anschließend spontan mit einem Autokorso gefeiert, wobei man natürlich auch das zugleich stattfindende Frühlingsfest in Vollmaringen nicht auslassen konnte.
Für die letzten 4 Punktspiele war damit Schaulaufen angesagt. Man ließ sich jedoch nicht hängen, sondern konnte noch 4 weitere Siege einfahren und am Ende mit 69 Punkten bei 17 Punkten Vorsprung die Runde abschließen. Das Torverhältnis von 115:18 sprach ebenfalls eine deutliche Sprache. Mächtig gefeiert wurde bei allen 4 Spielen. Am Ende gab es zur Meisterfeier wieder einen Autorkorso mit der Meistermannschaft durch den Ort.
Erfolgreich verlief in dieser Saison auch die Pokalrunde. Mit den TSF Dornhan und der SG Vöhringen konnte man in den ersten Runden Mannschaften aus der Bezirksliga sowie aus der Kreisliga A eliminieren. Unglücklich war dann das Ausscheiden in der vierten Runde im Elfmeterschießen beim Nachbarn FC Göttelfingen, damals Kreisliga A und heute Spielpartner des SVB. Etwas Pech hatte die zweite Mannschaft, die in der Vorrunde einige Mal gepatzt hatte und trotz einer Siegesserie zum Schluss nicht den Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Am Ende blieb aber ein souveräner zweiter Platz und die Vize-Meisterschaft.