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 02.08.2020 +++ RŘckblick auf alte Zeiten - Freilichttheater 2014

In den aktuellen Zeiten des Corona-Virus gibt es einige Einschränkungen im Leben. Auch das Mitteilungsblatt von Baisingen ist derzeit ziemlich ausgedünnt, keine Frage, es ist ja auch im Vereinsleben im Ort wenig bis gar nichts geboten. In Absprache mit Ortsvorsteher Philipp Küfer und der Ortsverwaltung will der SV Baisingen daher die nächsten Wochen und Monate etwas zurückblicken in frühere Zeiten und in den nächsten Ausgaben des Blättles in loser Reihenfolge auf markante Ereignisse aus dem Vereinsleben des SVB eingehen. Gerne dürfen hier auch Vorschläge und Anregungen gemacht werden oder auch Beiträge gestaltet werden, diese dann bitte per E-Mail an "info@sv-baisingen.de" einreichen.
Wir starten unsere Serie mit einem Highlight, an das sich bestimmt noch viele erinnern können – das Freilichttheater der Theatergruppe des SVB im Sommer 2014. "Camping, Grill und Seewiesa", hieß es vom 3. bis zum 6. Juli 2014 im Baisinger Schlosshof. Regisseur, Autor und Mitakteur Joachim "Joggy" Herm hatte zum zweiten Mal nach dem Baisinger Jubiläumsjahr 2008 ein Freilichtstück geschrieben und konnte damit einmal mehr einen vollen Erfolg landen. Insgesamt 16 Personen kamen auf der Bühne, die diesmal aus dem Schlosshof bestand, zum Einsatz, gleich 5 davon konnten ihr Debüt feiern, mit Samira Rauschenberger und Elisa Küfer zwei ganz jugendliche Newcomerinnen die zwischenzeitlich fester Bestandteil des Ensembles sind.
Die Proben begannen im März und dauerten somit bis zum Juli ingesamt 4 Monate an, deutlich länger als sonst zum Theater an Advent, und verlangten somit den Aktiven einiges ab. Der Besucheransturm war enorm, rund 750 Zuschauer kamen zu den 4 Veranstaltungen, maximal 800 wären möglich gewesen. Dies trotz Konkurrenz zur Fußball-Weltmeisterschaft, die damals zeitgleich in Brasilien ausgetragen wurde. Insbesondere der Termin am Freitag wurde damals im Vorfeld vom Kassier Peter Kiefer kritisch eingestuft, war doch an diesem Tag der Termin, an dem Deutschland ein mögliches Viertelfinalspiel austragen würde. Seltsamerweise war dann aber der Freitag im Vorverkauf der Tag mit den meisten vorab verkauften Karten. Erst ab Montagabend, als Deutschland gegen Algerien knapp gewann und klar war, dass man am Freitagabend gegen Frankreich spielen würde, da wurden plötzlich Karten in Mengen wieder zurückgegeben weil "etwas dazwischen gekommen sei".
Eine weitere Gefahr für die Aufführung am Freitag war dann noch eine aufkommende Gewitterfront (die auch noch aus Richtung Frankreich kam). Am Freitag ab 16 Uhr wurde fleißig per Handy kommuniziert: Sollte man es wagen und die Aufführung stattfinden lassen oder absagen? Letztendlich entschied man sich für eine Absage. Dafür wurde ein weiterer Termin auf Sonntagfrüh gelegt. Diese Entscheidung erwies sich dann als goldrichtig. Zwar waren einige am Freitag noch angereiste Zuschauer ob der Absage enttäuscht, aber anstatt am Freitag bei unsicherem Wetter vor etwa 100 Leuten zu spielen, konnte man am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein zwei Aufführungen vor jeweils fast 200 Zuschauern feiern. Bei rund 3 Stunden pro Aufführung, also ingesamt 6 Stunden Theater an einem Tag, waren die Akteur(innen) zwar am Ende zwar geschafft, jedoch allesamt glücklich über 4 tolle Aufführungen.
Sind wir mal gespannt, ob es nach Corona in den nächsten Jahren so etwas in Baisingen einmal wieder gibt.