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 05.06.2020 +++ RŘckblick auf alte Zeiten - Pfingstturniere Ísterreich

15 Jahre lang, von 1986 bis 2001 nahm die Fußballmannschaft des SV Baisingen immer mal wieder an internationalen Pfingstturnieren in Österreich teil. Neben anderen Teams aus allen Regionen Deutschlands hatte man dabei auch Mannschaften aus Österreich, Italien, der Schweiz oder den Niederlanden als Gegner. Auslöser war seinerzeit ein Trainingslager vom 17. – 20. Juni 1985 auf Ibiza bei dem man nach harten Trainingseinheiten tagsüber zu später geselliger Stunde auch ins Gespräch mit ein paar Österreichern kam. Nach einem Besuch in Langkampfen im Herbst 1985 reiste man an Pfingsten 1986 erstmals per Bus und etwa 25 Personen nach Tirol zur Teilnahme am Turnier in Oberlangkampfen.


Auch wenn die Turnierteilnahme 1986 noch etwas improvisiert verlief und man von 10 Teilnehmern nur den siebten Platz belegte, hinterließ sie doch einen bleibenden Eindruck und man freute sich schon auf eine Wiederholung. Ein Jahr später 1987 trat man erneut die Reise an. Erneut per Bus mit diesmal 50 Leuten, mehreren Privat-PKWs und einigen Motorrädern, so dass man mit über 70 Personen eine stattliche Reisegruppe bildete.


Wie im Vorjahr führte auch diesmal ein Festzug mit Musikkapelle die Mannschaften von der Ortsmitte zum etwas außerhalb des Ortes gelegenen Sportplatz. Die Mannschaften wurden offiziell vorgestellt, natürlich fehlte auch nicht die Nationalhymne des jeweiligen Landes. Anschließend ging es los mit den Turnierspielen. Anders als im Vorjahr konnte man diesmal mit dem fast kompletten Kader der ersten Mannschaft anreisen und rechnete sich daher im Vorfeld eine bessere Platzierung aus.
Zum Auftakt konnte man den SC Petersberg aus Südtirol klar mit 3:0 besiegen, nachdem man im Vorjahr gegen den gleichen Gegner noch knapp unterlegen war. Es folgte ein knappes 2:1 gegen den ESV Rorschach aus der Schweiz, so dass man nach dem ersten Turniertag gleichauf mit dem FC Interlaken vorne lag. Abends auf dem Festgelände wurden die beiden Erfolge bis in die späte Nacht noch gebührend gefeiert und begossen.


Nichtsdestotrotz machte man am anderen Morgen einen fitten Eindruck. Bereits um 8 Uhr in der Frühe musste man gegen den Konkurrenten um den Gruppensieg, den FC Interlaken antreten. Mit 2:0 konnte man den Gegner aus der Schweiz verdient besiegen und wähnte sich damit schon als Gruppensieger und Finalteilnehmer. Im letzten Gruppenspiel traf man auf die bis dato noch sieglose Mannschaft des SC Au München. Einige personelle Veränderungen und eine zu lockere Einstellung sorgten dann jedoch für einen raschen 0:2-Rückstand und am Ende für eine 1:3-Niederlage. Interlaken zog anschließend durch ein 3:0 gegen Petersberg mit 3 Toren in der zweiten Halbzeit noch wegen der um ein Tor besseren Tordifferenz am SVB vorbei.


Im Spiel um Platz 3 hatte man mit dem FK Büren erneut eine Schweizer Mannschaft zu Gegner und konnte sich mit einem 2:1-Erfolg den dritten Platz sichern. Den Turniersieg hatte man leider etwas leichtfertig verschenkt, den holte sich anschließend der FC Interlaken im Elfmeterschießen. Nichtsdestotrotz ließ man es abends bei der Siegerehrung noch einmal ordentlich krachen. Man konnte erneut einen großen Pokal in Empfang nehmen. Zudem hatten die Oberlangkampfener damals noch einen Wettbewerb im Torwandschießen veranstaltet, bei dem die Teilnehmer aus Baisingen sowohl bei den Damen als auch den Herren den Sieger stellten und auch noch einige Plätze abräumten.


Die Turnierteilnahme 1987 in Oberlangkampfen bleibt mit Sicherheit als die wohl schönste in Erinnerung. Die sportlichen Erfolge, 3 Tage herrliches Wetter und die vielen Mitreisenden sorgten für ein tolles Erlebnis. In den folgenden Jahren nahm man noch mehrmals an verschiedenen Orten in Österreich an Turnieren über Pfingsten teil, zuletzt im Jahr 2001 am Turnier des SV Prutz. Obwohl man in den Jahren danach vom sportlichen Standpunkt her die besten Mannschaften in der Vereinsgeschichte hatte, hat es mit einer weiteren Turnierteilnahme an Pfingsten nach Österreich aus den verschiedensten Gründen nie mehr geklappt. Somit wurde nach 15 Jahren eines der schönsten Kapitel der Vereinsgeschichte vermutlich für immer zugeklappt.