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 02.06.2020 +++ RŘckblick auf alte Zeiten - Relegation 2004

Eine der erfolgreichsten Spielzeiten beim SV Baisingen war zweifelsohne die Saison 2003/04. Nach einer starken Rückrunde hatte man in der Runde davor im ersten Bezirksligajahr den Klassenhalt fast schon sensationell am drittletzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht. Zur neuen Runde hatte man mit Rückkehrer Martin Vees und dem Eigengewächs Philipp Küfer erstmal ein Spielertrainer-Duo verpflichtet und sich auch sonst noch personell verstärken können. Somit ging man guter Dinge in die zweite Bezirksligasaison und war optimistisch, erneut die Klasse halten zu können.


Der Saisonauftakt verlief dann auch gleich nach Maß. 3 Siege zum Auftakt machten gleich deutlich, dass man mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben würde. Am vierten Spieltag verlor man in einem verrückten und torreichen Spiel zwar bei der SG Vöhringen mit 6:3, konnte jedoch auch hier eine überzeugende Leistung bieten.und ließ lediglich die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Ganz vorne in der Tabelle steuerte der TuS Ergenzingen schon frühzeitig in Richtung Meisterschaft, gefolgt von der SG Vöhringen. Bei den Baisingern wechselten sich Siege und Niederlagen ab, so dass man sich aber immer im gesicherten vorderen Mittelfeld aufhielt. 3 Siege vor der Winterpause sorgten dann dafür, dass man sich plötzlich sogar auf Platz 3 vorfand.


Wieder einmal kam man mit viel Elan aus der Winterpause. Aus den ersten 7 Punktspielen holte man 6 Siege und 1 Remis. Urplötzlich lag man auf dem Relegationsplatz 2 und hatte 6 Punkte Vorsprung auf die nächstplatzierten Freudenstadt und Vöhringen. Dabei hatte man schon Vöhringen im Rückspiel geschlagen und die Freudenstädter nicht nur in Hin- und Rückspiel besiegt, sondern auch noch aus dem Pokalwettbewerb geworfen. Es wurde danach zwar noch einmal eng, den urplötzlich war die SG Altheim/Grünmettstetten noch im Rennen um den Relegationsplatz und untermauerte dies auch mit einem Sieg in Baisingen. Nach einer erneuten Niederlage gegen Ergenzingen war man wieder auf Rang 3 zurückgefallen, zudem war man etwas unglücklich im Elfmeterschießen im Pokalwettbewerb an dem Lokalrivalen gescheidert. Mit 3 Siegen zum Abschluss der Runde wurde dann jedoch alles klar gemacht. Mit einem Punkt Vorsprung behauptete man am Ende Rang 2 und qualifizierte sich damit für die Runde der Aufstiegsspiele in die Landesliga.


Etwas Pech hatte man, dass das Spielsystem in diesem Jahr ausgerechnet den für uns fernen Bezirk Schwarzwald als Gastgeber für den Nördlichen Schwarzwald vorsah. In Oberndorf am Neckar traf man am Fronleichnamstag dabei auf den SV Seedorf, der quasi vor der eigenen Haustür spielen durfte. Der SVB hatte im Vorfeld für einige Begeisterung gesorgt, so dass ein gemieteter Bus gleich zweimal hin und her fahren musste, um die Spieler und die Schar der Fans nach Oberndorf zu transportieren. Zudem hatten sich auch einige Baisinger mit ihren eigenen Fahrzeugen auf den Weg gemacht. Bei herrlichem Wetter drückte der SVB im schönen Oberndorfer Stadion gleich aufs Tempo und konnte frühzeitig durch Ingo Bühler mt 1:0 in Führung gehen. Ein weiterer Treffer von Ingo Bühler nach einer halben Stunde wurde vom Schiedsrichtergespann wegen angeblichem Abseits nicht anerkannt wobei sich alle im Stadion einig waren, dass es sich hierbei um eine klare Fehlentscheidung handelte. Dafür zählte wenig später der Seedorfer Ausgleich zum 1:1 wobei es hier fraglich war, ob der Ball überhaupt hinter der Linie war. So ging es leider statt mit 2:0 mit 1:1 in die Pause.


Nach dem Seitenwechsel schoss Alexander Pfeffer den SVB erneut in Führung. Die Seedorfer wurden nun aber zusehends stärker und setzten alles auf eine Karte. Erneut fiel der Ausgleich und kurz vor Spielende erzielte der Gegner dann auch noch den 3:2-Siegtreffer. Baisingen hatte nicht mehr die Kraft, das Spiel noch einmal zu drehen, und schied somit recht unglücklich aus der Relgationsrunde aus.


Anfangs regierte noch der Frust über das verpasste zweite Relegationsspiel, immerhin hätte man dann ins benachbarte Öschelbronn einen deutlich kürzeren Weg gehabt. Bald schon überwiege jedoch die Freude über das Erreichte und die tolle Runde. Nicht zuletzt hatte auch die Reserve wie schon im Vorjahr die Meisterschaft in der Bezirksliga-Reserverunde errunden. Auf dem Heimweg wurde schon im Bus feste gefeiert und angestoßen. Nach der Ankunft in Baisingen ging es dann gleich weiter bei der Fronleichnamshocketse des Musikvereins wo das Bier noch bis spät in die Nacht in Strömen floß.